By Fehlerwerkstatt on 25th Juli

Heute möchte ich mich mal einem Thema widmen, das viele Blogger beschäftigt, die aktiv bei Pinterest sind. Denn nach einiger Zeit stellt man fest, dass zwar viele Leute auf den Blog kommen – oft auf einen bestimmten Beitrag – es aber dabei bleibt, dass dieser Beitrag gelesen wird. Es wird also nicht auf weitere Beiträge auf dem Blog geklickt.

Da ich nun schon länger bei Pinterest meine Blogs vermarkte, habe ich mich mit diesem Thema einmal näher beschäftigt. Pinterest ist eine wahre Fundgrube an Ideen, Möglichkeiten und Inspirationen. Ich kann hier ein Rezept für einen Oreocake finden, da einen Beitrag darüber, wie ich meine Reichweite bei Instagram steigere und dort, wie ich meine Fliesen im Bad nur mit Essig blitzblank bekomme. Mich als Leserin macht das sehr froh und ich liebe es, all diese unterschiedlichen Informationen auf einem Haufen zu haben.

Wenn ich das Oreocake-Rezept gelesen und gespeichert habe, schließe ich den Beitrag wieder und bin weg. Ich habe kein Interesse an den anderen Rezepten auf dem Blog (wenn es sich überhaupt um einen Kochblog handelt) denn ich wollte etwas über den Oreocake wissen und nicht über Blumenkohlsuppe, Kartoffelsalat und Weihnachtsplätzchen. Und nur weil die Bloggerin lecker Kuchen backen kann, interessiert mich noch lange nicht ihre persönliche Geschichte und ich abonniere nicht ihren Blog, folge auf Instagram oder werde Fan bei Facebook.

Das Userverhalten bei Pinterest

Durch mein eigenes Verhalten wird klar, wie sich auch andere User in der Regel bei Pinterest verhalten. Anklicken, lesen und weg. Da hilft es auch nicht, Beiträge im Blog zu verlinken, die mich auf der Seite halten wollen. In USA hat sich da übrigens ein Trend etabliert, der mich ziemlich nervt: Beiträge auf mehrere Seiten aufteilen, damit der User weiterklicken muss und die Statistik für Google Analytics nicht versaut wird (Google steht nicht auf einzelne Seitenaufrufe). Das wäre jetzt eine Möglichkeit. Eine andere ist es, das einfach zu ignorieren. So mache ich das übrigens.

Pinterest ist kein soziales Netzwerk, das müssen wir uns immer wieder bewusst machen. Daher ist es auch kein Sprint sondern eher ein Marathon. Und dafür braucht man Ausdauer, Training und einen Plan. Das Training ist zu vergleichen mit: Was interessiert die User bei Pinterest? Welche Inhalte kommen besonders gut an? Die Ausdauer erreicht man, indem man regelmäßig pinnt und dabei auch immer spezifischer in dem wird, was man pinnt. Und wenn man das zusammen hat, kann man einen Plan machen. Und diese Plan bezieht sich auch auf die eigenen Bloginhalte. Auch ich befinde mich hier immer noch in einer Lernphase und gucke, was kommt gut an und was eher nicht. So kann man gut einen Bedarf erkennen und wer clever ist, bedient diesen Bedarf der Leser auch.

Training, Ausdauer beweisen und die Ziellinie

Und wenn wir jetzt schon bei sportlichen Höchstleistungen sind, für was soll das ganze Training denn eigentlich gut sein? Es geht nicht darum, dass möglichst viele Fans am Wegesrand stehen und mir zujubeln. Das wäre dann zu vergleichen mit Likes oder Teilen. Ziel sollte es doch sein, so viele gute, wertvolle Inhalte zu haben, dass die Leser dadurch zu Fans werden. Dazu gehe ich jetzt wieder von mir aus: Wenn es nämlich eine Bloggerin geschafft hat, mich ungefähr 3x mit einem ihrer Beiträge zu beeindrucken, dann gehe ich flugs auf die Suche nach ihrer Newsletter-Anmeldebox (auf vielen deutschen Blogs suche ich diese übrigens immer noch vergeblich) und melde mich für den Newsletter an. Und exakt das sollte auch das Ziel sein. Der Blog gehört mir. Der Newsletter gehört ebenfalls mir. Pinterest gehört NICHT mir. Facebook gehört NICHT mir. Instagram gehört ebenfalls NICHT mir. Ich habe null Einfluss darauf, ob ich morgen meine Leser über diese Kanäle noch erreiche.

Es geht also nicht um Seitenaufrufe. Es geht darum, Leser zu echten Fans zu machen. Und das sind sie nur, wenn sie sich für Deinen Newsletter anmelden. Bemühe Dich also nicht darum, mehr Seitenaufrufe zu bekommen. Bemühe Dich nicht um Kooperationen mit Firmen. Bemühe Dich darum, Deine Leser zu Fans zu machen. Sieh Dir dazu an, welche Beiträge gern und oft gelesen werden. Schreibe mehr dieser Beiträge. Mach etwas aus dem was Du hast und jage nicht einem Phantom hinterher, das Du vielleicht nie haben wirst. Bei einem Online Business oder Blog geht es darum, auf Deinen Stärken aufzubauen und nicht, irgendwelche Schwächen auszumerzen. Dadurch verlierst Du nämlich wertvolle Energie und Zeit.

 

There are no comments yet.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen