By Fehlerwerkstatt on 3rd Februar

Damit Pinterest Dein Freund wird und Dir gute Dienste leistet, habe ich einen kleinen Leitfaden erstellt. Wenn Du dich daran hältst kann Dir eigentlich nichts passieren und schon in wenigen Wochen wirst Du die ersten Ergebnisse sehen. Wenn Du jetzt Feuer und Flamme bist und sofort anfangen willst – warte kurz, lies den Leitfaden durch und beginne dann. Es gibt nämlich einige Dinge, die man bei Pinterest gehörig falsch machen kann. Und wenn Du gar nicht weißt, warum Du es überhaupt benutzen solltest, lies Dir meinen letzten Beitrag dazu einmal durch.

Wie Pinterest funktioniert

Beginnen wir mit dem Ende und zwar dem Ziel, das Du mittels Pinterest erreichen möchtest. Ziel ist es, mehr Besucher und Aufrufe auf Deinen Blog zu bekommen. Dadurch bekommst Du automatisch mehr Leser, Dein Bekanntheitsgrad steigt und Deine E-Mail-Liste wächst (warum Du eine brauchst ist hier beschrieben).

Pinterest funktioniert dabei anders als soziale Netzwerke (eben auch darum, weil es KEIN soziales Netzwerk ist. Es ist eine Suchmaschine.). Die Anzahl der Follower spielt eine eher untergeordnete Rolle. Hauptziel ist, dass möglichst viele User Deine Pins sehen. Diese Pins können sie dann wiederum speichern. Stell Dir Pinterest einfach wie eine Mischung aus Google und einer Lesezeichensammlung mittels Bildern vor. Alle diese Bilder verlinken auf ein bestimmtes Ziel – und zwar in der Regel auf einen Blogpost. Pinterest ist also keine Sammlung schöner Bilder und hüte Dich davor, Deine Urlaubsfotos von Deiner Festplatte hochzuladen. Du brauchst ein Ziel, auf das Dein Bild verweist!

Stell Dir #Pinterest wie eine Mischung aus Google und einer Lesezeichensammlung mittels Bildern vor Klick um zu Tweeten

Interessiert jemanden ein Thema wird er danach bei Pinterest suchen und sich dann alle möglichen Ergebnisse auf einer Pinnwand speichern. Außerdem schlägt Pinterest einem Pins vor, die zu den eigenen Interessen passen. Auch das geschieht mittels Bildern beziehungsweise Grafiken. Bilder spielen bei Pinterest also eine wichtige Rolle, eigentlich DIE wichtigste Rolle überhaupt. Zeit, sich näher damit zu befassen.

Bilder beziehungsweise Grafiken

Das wichtigste, was Du über Pinterest wissen musst, sind die Bilder beziehungsweise Grafiken, auch Pins genannt. Wenn Du bei Pinterest Erfolg haben willst, ist es unabdingbar, für jeden Blogpost Grafiken in der Größe 735 px x 1102 px (einen kleinen Einführungskurs bekommst Du hier) zu erstellen. Versuche gar nicht erst, Deine Blogbilder zu pinnen oder eine andere Größe zu wählen. Bei Pinterest sind hauptsächlich lange Grafiken unterwegs und Deine kleinen Blogbilder werden in der Masse der anderen Bilder untergehen. Niemand wird sie sehen.

Die perfekte Größe für Grafiken bei #Pinterest ist 735 px x 1102 px Klick um zu Tweeten

Um das nachvollziehen zu können musst Du folgendes wissen: Pinterest schickt quasi alle Pins „auf die Reise“. Pinterest funktioniert nicht so, dass jemand Deine Boards beziehungsweise Pinnwände besucht und von dort auf Deinen Blogpost klickt (oder den Link in Deiner Bio). Pinterest schlägt Usern immer wieder Pins vor, die zu den Suchergebnissen, aber auch Interessen passen. Im besten Falle tauchst Du also im Feed eines Lesers zwischen 30 anderen Pins auf – und musst aus dieser Masse hervorstechen. Mit Blogbildern wirst Du das nicht schaffen.

Deine erste Aufgabe ist es also, für jeden Deiner Blogposts Grafiken zu erstellen. Ich gehe später noch näher darauf an. Leg auch hier nicht sofort los denn auch der Text muss passen. Am besten siehst Du Dich erst einmal 2 Tage bei Pinterest um. Suche nach Themen, die Dich interessieren. Sieh Dir meine Boards an. Achte auf die Grafiken und schau auch, was Dir bei anderen ins Auge sticht. Bestenfalls machst Du Dir Notizen.

Fremde Inhalte pinnen

Kommen wir zu einer weiteren Pinterest-Disziplin, dem pinnen fremder Inhalte. Du solltest etwa 80% fremde Inhalte und 20% eigene Inhalte pinnen. Das hat etwas mit den Interessen anderer und dem positionieren der eigenen Marke zu tun. Nehmen wir an, Du hast einen Blog zu einem speziellen Gesundheitsthema, beispielsweise Rückenschmerzen. Auf Deinem Blog finden Leser alles, was sie über Rückenschmerzen, Symptome, Behandlung, alternative Behandlungsmöglichkeiten etc. wissen müssen. Nun ist es aber so, dass andere Mütter auch schöne Töchter beziehungsweise gute Inhalte haben.

Pinne fremde Inhalte aus Deiner Nische, um bei #Pinterest bekannt zu werden Klick um zu Tweeten

Jemand, der sich für das Thema Rückenschmerzen interessiert, hat vielleicht auch Interesse an Fitnessübungen zu diesem Thema, mag Yoga und interessiert sich außerdem für gesunde Ernährung. Du kannst schlecht alle diese Bereiche auf Deinem Blog abdecken, also bedienst Du Dich quasi fremder Inhalte. Erstelle Boards mit Themen, die Deine Zielgruppe ebenfalls interessiert. Und dann pinne relevante Pins auf diese Boards.

Das hilft einerseits Pinterest, Deine Beiträge in eine Kategorie einzusortieren. Andererseits können Deine Pins dann auch Usern vorgeschlagen werden, die sich für ähnliche Themen interessieren. Das ist also eine Win-Win-Situation. Bei Pinterest geht es immer darum, Aufmerksamkeit zu erregen und einen gleichmäßigen Strom an Interessenten mit Informationen zu versorgen. Genau so wirst Du zum Experten für DEIN Thema und baust deine Marke auf und aus. Gib den Usern, was sie wollen und sie werden Dich dafür lieben. Es ist daher also wichtig, die Zielgruppe zu kennen und zu wissen, für was sie sich noch interessiert.

Boardanordnung

Jetzt haben wir schon ein wenig über Boards gesprochen. Die Anzahl Deiner eigenen Boards sollte zwischen 6 und 12 liegen. 8 bis 10 sind perfekt. An erster Stelle sollte immer ein Board mit Deinen eigenen Blogposts stehen. Mach es dem Besucher einfach und zeige ihm direkt, was er bei Dir finden kann. Weitere Boards sollten ebenfalls einen Bezug zu Deinem Thema haben, zumindest im weitesten Sinne. Achte bei der Namensgebung der Boards auf relevante Suchbegriffe. Gib diese Suchbegriffe ruhig einmal in die Pinterest-Suche ein und schau, was Dir vorgeschlagen wird. Gebe ich z.B. „Rücken“ ein wird mir direkt „Rücken Übungen“ vorgeschlagen. Und voila, schon hast Du die erste Idee für ein Board. Nenne also das zweite Board Rücken-Übungen, das dritte dann Rückenschmerzen.

Und dann sieh Dir auch User an, welche Dir bei diesen Keywords vorgeschlagen werden. Und auch die Pinnwände, die es schon zu diesem Thema gibt. Dann hast Du auch gleich die ersten Interessenten, denen Du folgen kannst. Folge hier aber wirklich nur den einzelnen Boards mit für Dich relevanten Themen, nicht allen Boards der User. Es gibt bei Pinterest zahlreiche User, die „horten“ und nicht Informationen, sondern schöne Bilder sammeln. Und glaub mir, Du möchtest nicht, dass Dein Feed vollgestopft ist mit Pins, die für Dich nicht relevant sind. So verlierst Du schnell die Lust am pinnen. Das kostet Dich nur Zeit und Nerven.

Hier daher noch einmal der Hinweis: Pinterest ist eine Suchmaschine und kein soziales Netzwerk. Niemand ist beleidigt, wenn Du nicht allen Boards folgst, jemanden wieder ent-abonnierst oder Pins nicht mit einem Herzchen versiehst. Im Grunde findet keinerlei persönliche Interaktion mit anderen statt, es ist daher auch nicht erwünscht, jemandem eine Nachricht zu senden, den man nicht kennt. Hashtags sind daher bei Pinterest ebenfalls überflüssig.

#Pinterest ist eine Suchmaschine und kein soziales Netzwerk Klick um zu Tweeten

So, das war eine ganze Menge Informationen. Im nächsten Beitrag gehe ich darauf ein, wie man bei Pinterest sichtbar wird – und vor allem bleibt. Und wenn Du mehr über Marketing mit Pinterest lernen möchtest lege ich Dir meinen kostenlosen E-Mail-Kurs ans Herz.

 

In diesem Leitfaden erkläre ich, wie Pinterest funktioniert und wie Du es für Dich nutzen kannst

9 Comments So Far

    • Hallo Gianna,

      das freut mich 🙂 Nächste Woche kommt noch mehr und ich steige noch tiefer in das Thema ein.

      Liebe Grüße
      Susanne

  1. Tausend Dank für diesen Beitrag – ich muss gestehen, Pinterest war bis jetzt für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Zumindest habe ich jetzt mal kleine eine Ahnung davon, wie das ganze funktioniert und bin nicht von Anfang an in jedes Fettnäpfchen getreten Ich bin schon super gespannt auf die nächsten Teile!

    Liebe Grüße
    Stephi von http://stephisstories.de

    • Hallo Stephi,

      immerhin bist Du ja schon mal dort (ich hab gespickt :D). Im nächsten Teil erzähle ich, wie man am besten an Follower kommt 🙂

      Liebe Grüße
      Susanne

  2. Vielen Dank für die tolle Aufarbeitung des Themas. Ich wollte mich schon lange intensiv mit Pinterest befassen. Ich glaube, dafür bin hier richtig.

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